— Feldnotiz Nr. 8 —

Trias, Jura und Kreide: die drei Perioden des Erdmittelalters

· 3 Min. · Feldnotiz

Kurz erklärt

Tyrannosaurus lebte uns zeitlich näher als dem Stegosaurus. Das ist kein Witz, sondern schlichte Rechnung: Das Mesozoikum, auch Erdmittelalter genannt, dauerte rund 186 Millionen Jahre und gliedert sich in drei Perioden, Trias, Jura und Kreide. In dieser Zeit entstanden die Dinosaurier, Pangaea zerbrach, und Pflanzen- und Tierwelt wechselten mehrmals ihr Gesicht.

Allosaurus, künstlerische Rekonstruktion

Ein Erdzeitalter, drei Welten

Im Kino grasen Dinosaurier aller Epochen auf derselben Wiese. Tatsächlich trennen den Stegosaurus aus dem späten Jura und den Tyrannosaurus aus der späten Kreide mehr als 80 Millionen Jahre, mehr als Tyrannosaurus und uns. Hinter dem Wort „Mesozoikum“ steckt eine sehr lange und sehr uneinheitliche Geschichte.

Damit Sie sich darin nicht verirren, halten Sie die Zeitleiste der Perioden und die Karte der Urzeit bereit. Die erste zeigt, was worauf folgte. Die zweite erinnert daran, dass die Kontinente nicht immer dort lagen, wo wir sie gewohnt sind.

Trias: Auftritt der Dinosaurier

Die Trias dauerte von etwa 252 bis 201 Millionen Jahren vor heute. Fast das gesamte Festland bildete einen einzigen Superkontinent, Pangaea. In seinem Inneren, weit weg vom Ozean, war es vielerorts trocken, auch wenn das Klima von Rand zu Rand natürlich verschieden war.

Die ältesten unbestrittenen Dinosaurierreste stammen aus der späten Trias und sind etwa 230 Millionen Jahre alt. Die Gruppe selbst könnte etwas früher entstanden sein. Herrscher des Festlands waren die Dinosaurier damals noch nicht, sie spielten eher Nebenrollen. Ebenfalls in der Trias erhoben sich die ersten Flugsaurier in die Luft. Am Ende der Periode stand ein Massensterben, nach dem die Tierwelt anders zusammengesetzt war.

Jura: Riesen und die ersten Vögel

Der Jura reichte von etwa 201 bis 143 Millionen Jahren vor heute. Sein später Abschnitt brachte eine ganze Galerie von Berühmtheiten hervor: Brachiosaurus, Diplodocus, Stegosaurus und den räuberischen Allosaurus. Damals lebte auch Archaeopteryx, ein früher Vogel mit Merkmalen der Raubdinosaurier. 2025 wurde aus China ein weiterer Vogel des Jura beschrieben, Baminornis, der bereits einen kurzen Schwanz wie heutige Vögel besaß.

Unter den großen Räubern jener Zeit sollte man sich auch Torvosaurus merken. Pangaea brach unterdessen auseinander, zwischen den Bruchstücken öffneten sich neue Meere. Kontinente wandern langsam, doch über Jahrmillionen reichte das, um Tiere auf verschiedene Ufer zu verteilen.

Kreide: Blüten, neue Gesichter und das Ende einer Ära

Die Kreide ist die längste der drei Perioden, sie dauerte von etwa 143 bis 66 Millionen Jahren vor heute. In dieser Zeit breiteten sich die Blütenpflanzen über das Festland aus. Dinosaurier gab es viele und sehr verschiedene, doch die größten Stars, Tyrannosaurus und Triceratops, traten erst kurz vor Schluss auf.

Der Vorhang fiel vor 66 Millionen Jahren. An der Grenze zwischen Kreide und Paläogen kam es zu einem Massensterben, und alle Nicht-Vogel-Dinosaurier verschwanden. Was genau geschah, erzählt die Feldnotiz über das Aussterben der Dinosaurier. Die Vögel überlebten die Katastrophe als einziger Zweig der Dinosaurier, der bis heute fortbesteht.

Fragen und Antworten

Welche Periode des Mesozoikums war die längste?

Die Kreide mit rund 77 Millionen Jahren. Der Jura dauerte etwa 58 Millionen Jahre, die Trias etwa 50. Die Grenzen sind gerundet.

Lebten Tyrannosaurus und Stegosaurus zur selben Zeit?

Nein. Stegosaurus kennt man aus dem späten Jura, Tyrannosaurus vom äußersten Ende der Kreide. Zwischen ihnen liegen mehr als 80 Millionen Jahre.

Wann erschienen die ersten Dinosaurier?

Die ältesten unbestrittenen Dinosaurier sind 230 bis 233 Millionen Jahre alt und stammen aus der späten Trias. Die Gruppe selbst ist vermutlich etwas älter. 2025 wurde aus Wyoming ein kleiner Dinosaurier namens Ahvaytum beschrieben, rund 230 Millionen Jahre alt. Im Norden Pangaeas lebten Dinosaurier demnach fast so früh wie im Süden.

Wie heißen die Stacheln am Schwanz von Stegosaurus?

Thagomizer. Das Wort erfand 1982 der Cartoonist Gary Larson, Paläontologen griffen es scherzhaft auf, und heute taucht es in Fachartikeln wie in Museen auf.

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